Der Stall

Warum einen Stall?

Das ist auch eine berechtigte Frage. Hühner würden auch am Komposthaufen, auf Bäumen ( wenn erreichbar ) oder in warmen Nischen schlafen, wenn Sie keinen Stall zur Verfügung haben. Das funktioniert vielleicht auch, solange man keine Füchse, Marder, Raubvögel oder andere Räuber in der Gegend hat. Außerdem gibt es hier auch kältere Jahreszeiten, Stürme und starken Regen.

 

Ihr könnt gerne mal den Test machen und Nachts ein schlafendes Huhn nehmen. Ihr werdet feststellen, da ist kaum Gegenwehr, egal ob das Huhn Nachts im Stall oder im Freien schläft. Genauso leicht, würde sich ein wildes Tier ein Huhn holen können nur würde das dann nicht nur kuscheln wollen.

Der Stall hat somit also eine Schutzfunktion.

Nachts haben die Hühner einen Rückzugsort den sie auch jeden Tag bei eintretender Dämmerung aufsuchen.

Ihr wisst, wo Eure Hühner sind und auch, dass diese alle in Sicherheit sind.

 

Wenn es richtig kalt ist ( -15 Grad ), dann suchen unsere Hühner auch lieber den Stall auf um sich wieder aufzuwärmen.  Bei Regen, halten sich die Hühner zwar auch länger als sonst im Stall auf aber irgendwann zieht es sie dann doch ins freie. Sie stellen sich dann meist irgendwo unter aber manche von unseren Hühnern laufen einfach umher wie immer.

 

 

Also von unserer Seite aus ein absolutes JA zum Stall!

Was sollte alles im Stall vorhanden sein?

Nester?

Wir haben unsere Nester im Stall. Also begeben sich unsere Hühner zum Eierlegen immer wieder in den Stall zurück. Ihr müsstet den Hühnern auch keine Nester anbieten. Eier legen die Hühner auch im Freien aber dann wünschen wir Euch viel Spaß bei der Eiersuche. Mit Nestern, wisst Ihr also auch immer, wo Eure Eier sind. Unsere Hühner legen Ihre Eier nur in die Nester und trotz der Möglichkeit, dies auch unter Büschen oder Sträuchern tun zu können, nutzen sie wirklich NUR die Nester.

 

Futter und Wasser?

Wir haben in unserem Stall auch Futter und Wasserspender. Allerdings nutzen die Hühner dies im Sommer kaum. In den Jahreszeiten, wo die Kälte das Wasser im Freien gefrieren lässt, erfreuen sich die Hühner dann aber doch an der Möglichkeit, im Stall an Wasser zu kommen.

 

Sitzstangen zum schlafen?

Die meisten unserer Hühner schlafen immer auf den Sitzstangen. Unsere schweren Rassen tun dies zwar nicht, sie schlafen auf Brettern aber wir würden Sitzstangen immer empfehlen. Alleine der Grund, dass die Hühner Nachts natürlich auch Ihren Darm und die Blase entleeren und am nächsten Tag nicht darin sitzen und schlafen sollen.

Also unter den Sitzstangen Kotbretter anbringen die Ihr möglichst leicht reinigen könnt.  Wir haben hier Plastikdeckel aus dem Baumarkt gekauft. Diese lassen sich leicht raus nehmen und dann auch reinigen.

 

Fenster?

Wir finden Fenster wichtig. Gerade wenn das Wetter mal nicht so toll ist und die Hühner sich die Zeit im Stall vertreiben, dann sollten sie sehen, wo sie hintreten. Es muss keine komplette Glasfront sein aber etwas Beleuchtung wäre schön. Vielleicht darauf achten, dass keine Straßenlampe oder andere Lichtquelle den Stall Nachts komplett ausleuchtet. Wir selber schlafen auch nicht gut, wenn uns eine Lampe die ganze Nacht das Schlafzimmer erhellt.

 

Lampen?

Wir selber haben zwar eine Lampe im Stall hängen, diese dient aber nur dazu, den Stall in den Wintermonaten aufzuhellen, wenn wir diesen reinigen. Wir schalten die Lampe nicht für die Hühner ein. Hühner passen sich der Dämmerung an und wir wollen dies nicht durch künstliches Licht verändern. Es gibt einige Hühnerhalter, die eine Lampe nutzen um die Eierproduktion anzuregen, wir machen dies nicht. Unsere Hühner legen zu den dunkleren Jahreszeiten fast unmerklich weniger Eier.

 

Kotbretter?

Wären kein muss denn den Hühner ist es egal wo sie Ihr Geschäft verrichten. Wir haben allerdings welche angebracht denn ein Kotbrett das man herausnehmen kann, ist deutlich schneller gereinigt als der komplette Stall. Die Kotbretter sollten unter den Sitzstangen angebracht sein. Hühner sind tagsüber kaum im Stall und Nachts dann zum schlafen auf Ihren Sitzstangen. Somit hält sich der Bereich wo die Hühner den Großteil Ihres Geschäfts verrichten, sehr in Grenzen.

 

Belüftung?

Die Möglichkeit den Stall zu lüften ist sehr wichtig. Hühner sondern genau wie wir Flüssigkeit ab. Diese kondensiert an den Wänden und an der Decke. Wenn man den Stall nicht lüftet, wird sich hier sicherlich nach einiger Zeit Schimmel ansetzen.

Außerdem soll der Stall immer wieder mit frischem Sauerstoff gefüllt werden. So wie wir unsere Häuser und Wohnungen eben auch lüften.

 

Kalkfarbe?

 

Wir haben die Stall Wände mit Kalkfarbe gestrichen.  Dies dient antibakteriell und ist gegen Pilzbefall. Die Hühner sorgen im Stall meist für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Deshalb ist es wichtig den Stall gut zu lüften und als zusätzlichen Schutz, haben wir diese Kalkfarbe benutzt.

Wenn die Hühner anfangen, diese Farbe abzupicken, ist das auch immer gleich ein guter Hinweis für fehlenden Kalk ( Muschelgrit ) im Futter. Dieser wird für die Produktion der Eier benötigt.

Hier ein paar Bilder unseres großen Hühnerstalles

Der große Hühnerstall ist der Hauptsitz unserer Hühner. Hier verbringen sie Ihre Zeit vor allem in der Nacht wenn sie schlafen.

Der Stall von außen

Zwei Nester im vorderen Stall, ein großer Durchgang links oben zu sehen. Dieser führt in den hinteren Stallbereich. Rechts im Bild ein kleiner Durchgang für den hinteren Bereich zu sehen. 

Die Sitzstangen. Der Schlafplatz der Hühner in der Nacht.

Der große  Durchgang zum hinteren Hühnerstall

Der hintere Stallbereich.

Hier unten im Bild, der kleine Durchgang zu sehen.

Dieser führt wieder in den vorderen Stallbereich.

Daneben ein Nest mit einer Klappe als Deckel .

Links oben die Sitzstangen mit den Kotbrettern darunter.

 

Für die dunklen Jahreszeiten auch eine Lampe im Stall. Diese wird aber nur eingeschalten, wenn wir den Stall reinigen.

 

 

Der große Durchgang zwischen den Ställen.

Auf diesem Brett schlafen unsere großen Hühnerrassen. Diese wollen bei uns nicht auf Sitzstangen schlafen.

Der kleine Hühnerstall

Der kleine Hühnerstall ist zwar auch immer für unsere Hühner geöffnet, allerdings nutzen wir diesen hauptsächlich um Küken oder verletzte Tiere von den anderen Hühnern zu schützen.

 

Hier sieht man nur das kleine Fenster und vorne raus eine

große Klappe um den Stall leicht reinigen zu können.

Natürlich dann im abgetrennten Bereich der Ein-und Ausgang für die Hühner.

Im Innenbereich auch nur das nötigste. Ein Nest und eine Sitzstange. Wenn Küken in diesem abgetrennten Bereich sind, nutzen diese das Nest um zu schlafen. Größere Hühner gehen dann auf die Sitzstange.

Automatischer Türöffner selbst gebaut

Stall auf, Stall zu,....

Wenn man einen Stall mit verschließbarer Türe hat, muss man am Morgen und am Abend die Türe selbst öffnen und schließen. Wir merkten schnell, dass es hier Momente gibt, an denen man nicht die Möglichkeit dazu hat. Deshalb überlegten wir uns, eine automatische Türe mit Zeitschaltuhr muss her. Es gibt fertige Produkte zu kaufen die man dann in den Stall einbaut aber die erschienen uns zu teuer. Deshalb überlegten wir uns, selbst einen Mechanismus zu bauen. (Ich muss an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Bau einer solch elektrischen Türe von qualifiziertem Personal durchgeführt werden soll. Z.B. einem Elektriker )

 

Also folgendes gekauft:

 

Aus dem Internet:

- einen mechanischen Rolladenmotor mit Zeitschaltuhr

Aus dem Baumarkt:

- eine Achtkantwelle (Verkleidung für den Motor)

- ein Kabel mit Stecker

- Rolloband

- Scharniere

- Schrauben

- Holz für die Türe

 

Was dabei raus kam, seht Ihr unten im Video.

 

Das praktische ist, man kann jetzt Uhrzeiten programmieren an denen die Klappe auf und zu geht.

Der Zeitpunkt zum schließen der Türe sollte allerdings eine Stunde nach eintretender Dämmerung sein.

Sonst sperrt Ihr womöglich noch Hühner aus denn die haben dann keine Chance mehr, die Türe zu öffnen.

Deshalb passen wir die Schließzeiten monatlich an. Man sollte auch an die Zeitumstellung denken (Sommer- und Winterzeit).

 

Aber so weiß man immer, dass alle Hühner sicher in den Stall gesperrt sind. Auch wenn wir einmal nicht daheim sein sollten.